Soziales Kompetenztraining (SKT)
Dieses Gruppenangebot ermöglicht es Kindern, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern, um mit Gleichaltrigen oder auch Erwachsenen besser interagieren zu können.
Zu den wesentlichen Verhaltensmustern sozialer Kompetenz zählen die Fähigkeit zur Kooperation, Selbstsicherheit, Verantwortlichkeit, Empathie und Selbstkontrolle.
Individuelle Ziele der Kinder können z.B. sein, Freundschaften zu schließen, Gefühle anderer zu berücksichtigen und eigene Bedürfnisse auszudrücken, sich abzugrenzen oder sich etwas zuzutrauen. Ebenso zentral ist oft die Fertigkeit, in schwierigen Situationen angemessen zu reagieren und Konflikte gewaltfrei zu lösen (Beck, Cäsar & Leonhardt, 2007).
Vom SKT können sowohl unsicher-vermeidende, ängstliche Kinder profitieren, wie auch eher ausagierend-aggressive, impulsive Kinder.
Durch die Gruppentreffen erleben die Kinder einen verlässlichen Rahmen, in dem sie sich öffnen sowie neue Fertigkeiten erlernen und ausprobieren können. Manchmal erhalten sie Hausaufgaben, um mit neuen Verhaltensweisen Erfahrungen auch außerhalb der Gruppe zu sammeln und sich selbst besser kennenzulernen.
Anhand von Spielen, Partnerübungen, Hausaufgaben und anderen Aktivitäten werden durch das Training folgende Aspekte verfolgt:
- Erweiterung der emotionalen Kompetenz (z.B. Emotionsregulation)
- Verbesserung der sozial-kognitiven Fähigkeiten (z.B. Auswahl von Handlungsalternativen)
- Einübung sozialen Verhaltens (z.B. Rollenspiele)
- Stärkung von Selbstbewusstsein/Selbstbehauptung/Kooperation (z.B. Dinge teilen, Kontakt initiieren)
Die konkrete Schwerpunktsetzung der Inhalte orientiert sich an den Bedürfnissen und Themen der Kinder.
Als theoretische Grundlage dienen folgende Manuale:
- Beck, N., Cäsar, S. & Leonhardt, B. (2007): Training sozialer Fertigkeiten. Tübingen: DGVT Verlag.
- Leplow, B., Nelius, K. & Ahrens-Eipper, S. (2004): Mutig werden mit Til Tiger: Ein Trainingsprogramm für sozial unsichere Kinder. Göttingen: Hogrefe.
- Schmitman, M. (2010): Kinder brauchen Freunde – Soziale Fertigkeiten fördern: Gruppentherapie für Kinder mit AD(H)S und anderen Verhaltensauffälligkeiten. Stuttgart: Klett-Cotta.
- Büch, H. & Döpfner, M. (2012): Soziale Ängste. Therapieprogramm für Kinder und Jugendliche mit Angst- und Zwangsstörungen (THAZ) – Band 2. Göttingen_Hogrefe.
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